Die liriider Adolph und Julius Stahlknecht gabenauch auf ihrcr liiickreise nach Wien abermals ein Con-cerl iui i’lallcissaale, worin sic ibre abenlhciierliche ,,\Valpnrgisuachl“ wiederholteii, die das Resullat eincr Fussreise auf den Brocken seiu soli, und iiber welclie sicli ein hiesigcr Referent also ausspraeh : ,,l)ie Wal-purgisnachl (fanlaslisclies Tongciniilde) intcressiric aber uni so raebr, a Is sich die Gebriider Stahlknecht in Er-findung und Ausfiihrung an kein vorliegcndes Moliv, auch an keine autorisirte Spiclweise bielteu, sondern sich ge-lien Hessen, wie cs Gcist und Gemiilh forderlen. Die Idee dieses Tonsliickes ist, in Hiirze gesagt, folgende: Die choralarlig gehaltene Emplindung der Abendandachtlost sicli in einen Hirtengesang aul, gcrade so, als obsich die Toodichler einen eiusamen Cichenden in weiler Feme gedaclit batten. Nun deutet die Musik den zwolf-len Glockcnschlag an , und was sicli Diciiter und Musi-ker von dem wilden und wlisten Dnrcheinander einer Zusamnienkunlt auf dein Blocksbcrge gedacht h a hen. ist iu diesein Abschnillc auf der Grundlage cincs originell crfundeiien llexenlaiizea zusammengeslcllt. Wiridsbraut, lialzcn, Lnken, Eulen, Llexcn trcibeu ibr lieilloses Spiel, bis — (so dachlen sicli deo Moment die Gebriider Stahl-kuecht) der Morgen graut, und mil den Gestallen des Blocksbergs jcner wiisle Traum vcrschwunden ist. Win das Sliick nut eincni Abendgebete begano. so scliliesst es mil einein Morgengebete, wodurcli der King dieses ■chi poeliseben Tongemiildes froinm und vrrsdbncnd ab-geschlossen wird. “ N'ebst einein Duo fiir Violioe und Violonccll spiellc Herr Julius Stahlknccht noch cine l’ar-lic V ioloncell - V ariationen , und srin Bruder ein Violin-Concert von Beriot. Diese lieidcu Bruder sind Musik-talente, denen es mil der Kmist Ernst zii scin scbeint. und die vorziiglich durcli ein trelllicbes Zusarnmenspiel interessiren ; doch trill hier der Fall ein, wie etwa vor einem V iertel - Jahrliundeiie bei den Briidern Bohrtrr: der Violoncellist scbeint writ reiclier von der Nalnr be-gabl zu scin, als der Violinist, welcher, dem Publikum gegeoiiber, freilich gegenwartig sich auf dcin schwieri-gern Slandpunkle belaud, da wir in kiirzcrer Zeil mch-rerc der erslen Violinberoen (Ernst. Molique, Ole Bully Lipmsky und Sioori) gchcirl balien. Lnlerstiitzt warden die Concertgeber durcb Uerrn Stud/ticzka mil der Wie-derholuiig der TauberCschen ,,Campauella und eine adeligc Diletlanlin, welche sich in den Concerlen des Cacilien - V ereins vielcn Beifall erwnrbcn, diesmal aber an den Scbwierigkeiten der All-Arie aus dem Meyerbeer'-schen Crocialo in Emilio so.heilerle.