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Abendblatt Newspaper Archives Nov 15 1894, Page 1

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Abendblatt (Newspaper) - November 15, 1894, Chicago, IllinoisHeransgegeben von der Illinois Ttaats-Aeitungs-To. Lhicago, Donnerstag, 15. November 1894. Preis 1 Eent. 47. Jahrgang. No. 272. Uevevvlick Und Kurzgefaßtes. - Auf das schöne Wetter, welches wirheule noch genießen, folgt morgen Schneeund Kälte. Der Wind springt von Süd- besten nach Nordwesten um. Auf der Börse setzte Weizen höher an,büßte dann die Avance wieder ein und be- hauptete sich; um halb Elf war der Preisim Maitermin von 614 auf 61 gewichen. Eorn machte dieselben Wandlungen durch und stand um halb Elf auf 51; Hafer wurde mit 32K(Zij notirt. Schweinefleischstieg im Januartermiu von 12.1 U auf 12.374, Schmalz von 7.10 auf7.2o, Ripp- chen von 6.15 auf 6.22^. Auch in England will das Geld nochimmer nicht unter die Leute Kommen. DieReservefonds der Bank von England sind in voriger Woche wieder auf 63 v. H. (von 62.12 ru der Vorwoche) den Verbindlich-keiten gegenüber gestiegen. Die Kurse wiesen um elf Uhr auf der New Yorker Fondsbörse keine uenueus- werthe Veränderung auf. Die Franzosen haben cs wieder ein- mal mit deutschen Spionen zu thun. Korea soll eine Verfassung erbalten, dieselbe aber erst im Jahre 1895 veröffent- licht werden. ln Paris hat cin Sturm großen Schaden angerichlel und einer Menge Menschen den Tod gebracht. Auch iuEngland stürmt es noch immer. Die Ortschaft Sheffield in lowa istin vergangener Nacht abgebrannt. Japan bringt den englischen Ver- mittclungsaittrügeu Mißtrauen entgegen. Port Arthur befindet sich noch nicht in ja-panischem Besitz. In China führt jetzt der Oberit von Hanneken den Oberbefehl. An der englischen Küste ist gestern das englische Schiff „Culmore" mit seiner gesummten Besatzung von 22 Köpfen im Sturme untergeganqen, und auf Cypern sind 21 Menschen bei einer Uebcrschwem-mung ertrunken. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, ist Baron Ycrkes auf dem besten Wege, sich die Conlrolle über die Metropolitan- und Alley-Hochbahu zu verschaffen. Er kannes, denn es fehlt ihm weder an Unter- nehmungsgeist noch was immer dieHauptsache ist an Geld. Gegen die projektirte Zweigbahn der „Milwaukee L St. Paul Bahn", welcheeine schnellere Beförderung zwischen dem Sladlceittrum und Evanstoir bezweckt, haben Gruudeigenthümer der Nufh Straße Protest erhoben. Der Jndustriecongreß, welcher zwei Tage inAnspruch nahm, kam gestern Abend zum Abschluß. Es wurden viele Reden gehalten, ob aber etwas geschehen wird, um durch Schiedsgerichte oder sonstige Vorkeh- rungen eine Art Harmonie zwischen Unter- nehmern und Arbeitern herbeizuführen, mögen die Götter wissen. Also endlich ist Senator O'Malley, der Vielgesuchte, doch zum Vorschein ge- kommen. Aber die Polizei hat ihn nicht gefunden, er bat sich freiwillig gestclll. Heute Vormittag kurz nach 11 Uhr kam er in Begleitung des Polizeichefs wie es ein so bedeutender Mann verlangen kann und seiner Bürgen zum Inspektor Schaack, stellte Bürgschaft und ging ver- gnügt davon. Tekelsraplnscsie Depescüen. Zur Kuye bestattet. Leichenbegängniß des hervorragend- sten Demokraten in Peru. Große Betheiligung der gesummten Bürger- schaft an demselben. Lima, Peru, 15. Nov. Das Leichenbegängniß von Frederico Panizo, dem früheren Vorsitzenden des Centralausschusses der demokratischen Partei, welcher einem Schlaganfalle erlag, fand unter großer Betherligung statt. Alle Klassen der Bürger, ohne Unterschied der politischen Ansichlen, waren in der gewal- tigen Menschenmenge vertreten, welche dem Sarge folgte. Der Sarg wurde von her- vorragenden Mitgliedern der demokrati- schen Partei auf den Schultern zum Fried- Hofe getragen. Fünfzig Wagen, von denen zwei mit Kreuzen und Blumenkränzen an- gefüllt waren, befanden sich in dem Leichen- zuge. Ein Glückwunsch Harrifon's. Er gratulirt den Republikanern in Maryland zu ihrem gewaltigen Siege. Baltimore, 15. Nov. Folgender Brief bedarf keiner weiteren Erklärung: Indianapolis, Jnd., 9. Nov. Gen. Felix Agnus, Baltimore, Md. Mein lieber General; ich erlaube mir, den Republikanern von Maryland zu den glänzenden, im Staate erlangten Resulta- ten zu gratuliren. Der Sieg war ein sogewaltiger, daß die Sprache verstummt, und alle Bezeichnungen, welche wir bei der- artigen Niederlagen in Anwendung zu bringen pflegen, reichen bei diesem vernich- tenden Sturz der demokratischen Prinzi- pien nicht aus. Ihr ergeber Benjamin Harrison. Selbstmord. Er büßte sein Geld in einer Spielhölle ein und nahm dann Gift. Zl lbuq ue rq ue, N. M., 15. Nov. Jacob Hirsch, ein früher in New York wohnender Clerk in einem Schnittwaaren- Keschäft, hat sich hier vermittelst Mor- phium vergiftet. Mau glaubt, daß ihn der Berlust von 41500 im Hazardspiele zum Selbstmord getrieben hat. Die Mmisterkrisis wir- chronisch. Ankunft eines neuen Arenzers. Gerüchte über die „Esmeralda". „Salpeterleute" zur Berathung. Valparaiso, Chile, 15. Nov. Die Ministerkrisis dauert immer noch fort. Die Ruhe ist nirgends gestört worden, und der Wechselcurs ist nur unbedeutend gefallen. Es heißt, daß die Regierung von einem der bedeutendsten Schiffsbauhöfe in Eng- land einen Kreuzer für 300,000 Pfund gekauft hat, welcher den „Blanco" .über- treffen soll. Es ist ein eigenthümliches und anhal- tendes Gerücht im Umlauf, daß die „Es- meralda" weder von Jpaan, noch von China gekauft worden ist, sondern daß das Schiff ausgerüstet wird, um die Unruhen in einem anderen Staate zu uulerdrückeu. Es findet hier eine Versammlung von Eigenthümern von Salpeterlagern statt, und es finden Beralhungen über gemein- schaftliche Pläne zur Beschränkung der Produktion statt. Böses Unwetter. Die Stadt Daris von einem Orkan heimgesucht. Viele Menschen umgekommen. Paris, 15. Nov. Die Stadt ist von einem gewaltigen Srurme heimgcsucht worden, und viele Personen haben das Leben verloren. Zahl- reiche Dächer wurden abgedeckt, und der telegraphische Verkehr wurde stark gestört. In der Provinz fanden Ueberfchwem- mungen statt. Die Geschwindigkeit des Windes war eine so heftige, daß dieselbe von den Windmessern am Eissel- und dem St. Jaques-Thurm nicht mehr angezeigt werden konnte. Zurückgewiesen. Pfarrer vroomans Beschuldigungen gegen den Erzbischof Lorrigan. NewYork, 15. Nov. Der Erzbischof Corrigan hat heute auf die vom Pfarrer Vrooman gegen ihn er- hobenen Beschuldigungen in einer Balti- more,: Morgenzeilung folgende Erwider- ung veröffentlichen lassen. Wohnung des Erzbischofs, 452 Madifon Ave. New Yor k, 15. Nov. „Ich erlaube mir zu sagen, daß die An- gaben von Waller Vrooman, so weit sic mich betreffen, absolute Unwahrheiten sind. Erstlich weiß ich nicht das geringste von den Nathschlägen welche den Slimmgebcrn von den jüngeren Geistlichen der „Kirche zum heiligsten Herzen" in dieser Stadr, ge- geben worden waren, bis ich davon in den Zeitungen las. Ferner habe ich weder durch Wort, Brief, oder iu irgend einer anderen Weise, direkt oder indirekt, diese oder irgend euren anderen Priester die-ser Diöcei'c, aufgefordert, oder gar ge- zwungen, ihren Gemeindemilgtiedern ir- gend welche Nathschläge betreffs der Wahl zu geben. Zweitens habe ich niemals mit TammauyHall, oder irgend einer anderen politischen Organisation in dieser Stadt in irgend welcher Verbindung gestanden."Achtungsvoll der Ihrige M. A. Corrigan. Lin junger Taugenichts. Lin zwölfjähriger Junge bestiehlt seinen Adoptivvater. Jersey ville, 111., 15. Nov. Elvan Mathcws, ein zwölfjähriger Junge, in der Nähe von Newburn wohn- haft, sitzt hinter Schloß und Riegel, weit er feinem Adoptivvater einundzwanzig Awanzigdollarstücke gestohlen hatte. Der Schlinget hatte gesehen, wie sein Vater das Geld unter einem alten Gebäude unter einen Stein legte, stahl dasselbe und ver- grub es. Er verrieth einem feiner Kame- raden seinen Diebstahl, und dieser theilte einem gewissen Nensunt mit, wo fünf Goldstücke versteckt waren. Der junge Malhews weigerte sich jedoch entschieden, den Versteck der andern sechszehn Goldstücke anzugcben, und wurde iu Folge dessen bei- gesteckt. Er sagte, daß der andere Junge ihm bei dem Diebstahl geholfen habe. Ein thörichter Jüngling. Er erschießt sich, weil sie ihn nicht mehr mag. Los Angeles, Eal., 15. Nov. Der in der hiesigen Gesellschaft wohl be- kannte Percey Gray, welcher mit einem jungen Mädchen aus Kingston, 111., ver- lobt war, hat sich gestern erschossen. Es heißt, daß ihm seine Braut schriftlich mit- gctheilt hatte, daß sic die Verlobung aufzu- lösen wünsche, und daß sich Gray dies der- artig zu Herzen nahm, daß er zum Revol- ver griff. Line ganze Ortschaft eingeäschert. Der Verlust auf mindestens Zfoo,oo veran- schlagt. Mason City, lowa, 15. Nov. In der letzten Nacht ist die 15 Meilen südlich von hier an der lowa Centralbahn gelegene Ortschaft Sheffield vollständig niedergebrannt. Der Verlust beträgt miu- desteus 4100,000. Deutsche Spione in Paris ver- haftet. Dieselben sollen deutsche Reserve- offiziere sein. Belastende Schriftstücke in ihren Wohnungen gefunden. Paris, 15. Nov. Auf Befehl des Kriegsministers Mercier hat die Untersuchung über einen ernstlichen Fall von Spionerei begonnen, und in Ver- bindung damit sind bereits drei Verhaf- tungen vorgeirommen worden. Zwei der Verhafteten sind Deutsche, Namens Schoen- beck und v. Cassel, welche man für Reserve- Offiziere der deutschen Armee hält; der dritte ist ein Franzose, dessen Name nicht genannt wird. In den Wohnungen der Verhafteten sind schwerbelastende Schriftstücke gefunden wor- den. Knivetter im südtichen England. Bedeutende Verluste an Leben und Etgenthum. In der Nähe von Dover mehrere Schiffe ge- strandet. London, 15. Nov. Im südlichen Theile von England bült das Unwetter immer noch an, und der Ver- tust an Leben und Eigenthum in Folge von Ueberichwemmungen steigert sich in be- deutender Weise. Bei Bath iu Somcrfet- shire hat der Avon eine in diesem Jahr- hunderte noch nie dagewesene Höhe er- reicht. Tausende von Personen sind ob- dachlos, und werden von den Behörden iu Schulhäusern und anderen öffentlichen Ge- bäuden verpflegt. Aus Dover wird gemeldet, daß dort der Sturm mit vermehrter Kraft wüthet, und daß au der dortigen Küste mehrere Schiffe gestrandet sind. Die Ueberschwemmungen in Sussex neh- men immer mehr zu, und iu Windsor und Eton stehen viele Gebäude unter Wasser. Bei Worthiug in Sussex sind die Leichen von sieben ertrunkenen Seeleuten an den Strand geworfen worden. Ein Mann mit einer lockeren Schraube. Er wird in seiner Einbildung von reichen heirathslustigen Töchtern des Landes verfolgt. Pueblo, Col., 15. Nov. Im August 1887 wurde Frank G. Wells von Arapahoe County aus dem Staats- Jrrcnhause überwiesen, und jetzt befindet sich derselbe beinahe in seinem 50. Lebens- jahre. Dr. P. R. Thombs, der Direktor der Anstalt, äußerte sich heute Morgen, als er- hörte, daß Versuche gemacht werden, die Entlassung des Patienten aus der Anstalt zu bewirken, folgendermaßen über dessen Fall: „Wells leider an einer fixen Idee, und an einer systematischen Einbildung. Als er hierherkam stand er unter dem Ein- druck, daß ein Frl. McNeil aus Chicago und deren Familie versuchten, ihn zu einer Heirath mit demselben zu zwingen. Er bildete sich ein, daß er von Spionen bewacht werde, und daß dieselben überall verborgen seien. Von dieser Idee war er derartig besangen, daß er unter fein Bett kroch, um sich dort zu verbergen und Briefe zu schreiben. Nach einer gewissen Zeit verschwanden die Persönlichkeiten seiner eingebildeten Verfolger und nahmen eine andere Gestalt an. Er erklärte, daß eine Tochter von L. Z. Leiter den Wunsch hege, seine Frau zu werden, und die Absicht habe, ihm Ge- schenke zu schicken. Später war seine ein- gebildete Geliebte eine Tochter von Jay Gould, und er bat mich um Erlaubniß, ein Gespann Pferde von ihr annehmen zu dürfen. Wells befand sich nie in enger Eiusperrung, und lauge Zeit hindurch sandte er Briese ab und empfing solche im Postamte. Einmal schrieb er au den Ge- neralpostmeister, daß hier iu der Office eine bedeutende Geldsumme für ihn liege, die er nicht bekommen könne, und der Brief warso klar abgefaßt, daß das Gcneralpostaml die Sache in die Hand nahm." Schiffbruch. Das britische Schiff Lulmore mit zwsiuud- zwanzig Personen gesunken. London, 15. Nov. Das britische Schiff Culmore, Capt. Nead, ist gestern achtzig Meilen von Spuru Head, in York County, gesunken, und zweiuudzwauzig Personen sind dabei er- trunken. Der „Culmore" wurde im Jahre 1890 in Port Glasgow gebaut; das Schiff halte1639 Tonnen Gehalt, war 260 Fuß laug, 33 Fuß breit, und batte 23 Fuß Tiefgang. Es war iu Loudonderry zu Hause, und Eigeuthum der Firma Thompson, Dicks L Co. In der eigenen Falle gefangen. Lin junger Geschäftsmann bezahlt seine Ver- geßlichkeit mit dem Leben. Ea st Liverpool, 0., 15. Nov. Vorgestern Abend stellte William Daw-son, ein junger Ladenbesitzer in Smith's Ferry, drei Meilen östlich von hier, an sei- ner Ladenlhür den Einbrechern, welche die dortige Gegend unsicher machen, dadurch eine Falle, daß er einen Selbstschuß an- brachte. Gestern Morgen jedoch hatte er die Sache vollständig vergessen, schloß die Thür auf und trat in den Laden. Das Nächste war, daß der Schuß tosging und ihm in der Seite eine tödtlicho Wunde bei- brachte, welcher er gestern Abend um fünf Uhr erlag. Büßte mit dem Fellen dafür. Eine gewaltige Pulverexplosion durch ein „ungeladenes" Ge- wehr verursacht. Lin Todter und fünf verwundete. Sing Sing, N. Y., 15. Nop. Gestern Nachmittag, gegen halb fünf Uhr, fand in dem Gewehrladen des Capt. Abraham Jones eine furchtbare Pulver-cxplosiou statt, welche den sofortigen Tod des jungen John Washburn, und die Ver- letzung von George Althefon, Leonhard Flössen, Sylvester Lyons, William Persell und Thomas Loftns zur Folge hatte. Das Unglück entstand durch den unverantwort- lichen Leichtsinn des jungen Washburn, welcher sich vom Capt. Jones cin Gewehr geliehen balle, um auf die Entenjagd zu geben. Als Washburn gestern Nachmittag zurückkehrte, sagte er, daß das Gewehr nichtgeladen sei, und als Beweis dafür zielte er auf ein Faß Pulver, welches hinter dem Ladentisch stand, und drückte los. Die sofortige Folge war eine gewaltige Ex- plosion. Der Clerk des Geschäftes, Syl- vester Lyons, Leonhard Flaffcu und George Allhesou, zwei junge Burschen, welche sich mit Washburn un Laden befanden, wurden durch ein Hintcrsenster des Gebäudes auf deit Erolon-Aquädukt geschleudert, welcher hinter dem Hause vorbeigeht. William Persell, der Aufseher der zwei- ten Strecke des Aquäduktes, welcher mit mehreren Arbeitern gerade in dem Augen- blicke aus demselben entlang ging, wurde durch herumfliegeude Backsteine und Glas- stücke schwer verletzt; Thomas Loftus er- litt einen Beinbruch, und auch die anderen Arbeiter wurden mehr oder weniger beschä- digt. Washburn's Leiche wurde später unter einem schweren Balken eingeklemmt auf dem Fußboden gefunden. Revolver und andere Sachen wurden über die Straße geschleudert, wodurch mehrere Fenster der Baptisteukirche und von Geschäftshäusern an Main Str. zerbrochen wurden. Durch das auf die Explosion folgende Feuer wurde das ganze Gebäude cingcäschert und ein Verlust von HIO,OOO herbeigeführt, welcher nur zum kleinen Thcil durch Ver- sicherung gedeckt ist. Eine neue Verfassung für Korea. Dieselbe wird jedoch erst im Jahre (BHS veröffentlicht werden. Dis Rebelliou im Süden von Seoul. Chemulpo, Eorca, 15. Nov. Die koreanischen Ncgieruugsbeamtcu, welche sich zu Japan Hinneigen, sind mit der 'Abfassung einer Verfassung beschäftigt, welche jedoch erst im Jahre 1895 veröffent- licht werden soll. Eine Abtheilung koreanischer Truppen, welche gegen die Toughaks gesandt wurden, haben sich den Rebellen, welche täglich au Stärke zuuehmen, augeschloffen. In dem Lande südlich von Seoul herr- schen bedeutende Unruhen. Feuerbestattung. Die Leichen von N)illicnn Storqes aus Chi- cago und Martine; aus New Hork verbrannt. Newtown, N. Y., 15. Nov. Die Leiche von William Sturzes aus Chicago ist in dem Eremalorium in Frefh Pond verbrannt worden; dieselbe lag in einem einfachen, mit Tuch bedecktem Sarge. Die Feier im Eremalorium wac äußerst eindrucksvoll; die Räumlichkeiten waren glänzend beleuchtet und die Personen, welche sich außer den Geistlichen eingefuu- dcn hatten, um am Sarge des Todlen zu beten, waren zwei Frauen. Verwandle des Verstorbenen, welche die Leiche von Ot-sego begleite! hatten. Während des Vcr- breunuugsakteS wurde von einem Or- ganisten auf einer kleinen Orgel eine Trailermusik gespielt. Die Leiche von Yguacio Martine;, dem bekannten Ctubmaun und Mitgliede der Aklienbörse, welcher am letzten Sonntag Selbstmord beging, wurde ebenfalls ver- brannt; nur wenige Freunde desselben Hallen sich zur Todteufcier eingefundeu. Die Asche von Sturzes und Martine; wird in hübschen Urnen ausbewahrt, welche in Nischen im Crematorium ausgestellt wer- den. Straßenraub. Der Beraubte wird gebunden auf der Straße zurückgclasfen. Saginaw, Mich., 15. Nov. Gestern Morgen wurde W. G. Gould von hier von Straßenrändern überfallen, und seiner Uhr und seines Geldes beraubt. Darauf banden die Banditen ihr -Opfer fest au den Seitenweg und machten sich aus dem Staube. Der Naubausall ereig- nete sich in dem Thcite, welcher hauptsäch- lich Privalwohnungeu enthüll. Schnell unterdrückte Aleuterei. Die Anstifter derselben sofort erschossen. Quito, Ecuador, 15. Nov. Der Aufstand einer zur Garnison ge- hörigen Truppennbtheiluug ist prompt unterdrückt worden, und eine Anzahl der Anstifter der Meulei wurde ohne weiteres erschossen. Tleberschwemmung. Einundzwanzig Personen ertrunken. Larnica , Cypern, 15. Nov. Die Hafenstadt Limasoll hat kürzlich schwer durch Ueberschwemmungen gelitten, und einundzwanzig Personen sind in den Fluthen umgekommen. Wonroe's Denkmal. Die Grundsteinlegung zu demselben findet beute in Rio Janeiro statt. Der plan zur Erbauung einesSchlachtschiffcs. Buenos A i r es, 15. Nov. Das Verhalten des Präsidenten Peixoto, sich von den Festlichkeiten bei Gelegenheit des fünfzehnten Jahrestages derGrüudung der brasilianischen Republik fernzuhalten, hat Veranlassung zu viclemGcrcde gegeben. Der neueste Vorschlag geht dahin, aus Beiträgen von der gesammlcu Bevölkerung cin Schlachtschiff zu bauen, und dasselbe Osorio zu neunen. Mascicmeuto, der brasilianische Minister des Auswärtigen, ist in Anerkennung sei- ner während des Jahres geleisteten Dienste zum General der Armee ernannt worden. Heute wird in Nio de Janeiro der Grundstein zu dem Denkmale des Präsi- denten Monroe gelegt. Wollen keine Dernüttelung. Japan durch Englands Vermitte- lungsanerbieten nicht angenehm berührt. Die Befestigung von Port Arthur. Yokohama, 15. Nov. Die hiesigen Zeitungen weisen Eng- lands Vcrmittelungsanerbieten zurück; sie betrachten dieselbe nur als eine Bewegung zu Gunsten Ehina's. Sie sagen daß der Einfluß Großbritanniens durch das Aner- bieten, welches Japan's Gefühle verletzt, gefährdet wird. Die städtischen Blättersagen, daß die Befestigungen von Port Arthur auf der Landseile stärker sein sol- len, als auf der Seeseite, und daß dort hundert Geschütze ausgestellt sind. Die Japaner glauben, daß wenn die Chinesen Widerstand leisten, der Angriff ein blutiger sein wird. Spielte mit einem Revolver. Ein junger Lehrer das Gpfer der Spielerei. Marion, 111., 15. 3Lov. Benjamin Robertson, Lehrer an einer öffentlichen Schule, in Frankfurt, wurde gestern Morgen das Opfer der Unvorsich- tigkeit eines seiner Freunde. Er kam mit fünf Bekannten in einem Miethwagcn von einem Tanzvergnügen in Johnson Eit» zu- rück, als Day Crawsord mit einem alten Revolver hcrumzufuchteln begann. Die Waffe fiel ihm ans den Händen, der Schuß ging los. und die Kugel traf Robertson so unglücklich in den Kopf, daß er sofort todt zusammcubrach. Fand keine Anerkennung. Das der Stadt geschenkte Bibliot'yekgebäude geschlossen. A n s o n i a, Conn., 15. Nov. Die von Carolina Phels Stokes aus New Z)ork, zum Andenken an Anson G. Phclps, dem Gründer der Stadt gebaute Bibliothek, welche elwa zwei Jahre laug von Frl. Stokes unterhalten worden war, ist geschlossen worden. Das Gebäude war niemals von der Stadt übernommen worden, und Frl. Stokes war des Mangels an Anerkennung des großartigen Geschenkes überdrüssig ge- worden. Leisten den Fahneneid. Die Rekruten aus Berlin und Umgegend in Gegenwart des Kaisers, der Prinzen und hoher Generäle vereidigt. Berlin, 15. Nov. Heute wurde im Lustgarten, in Gegen- wart des Kaisers Wilhelm, der kaiserlichen Prinzen und einer 'Anzahl hoher Generäle, den Rekruten aus Berlin, Eharlottcnbnrg, Spandau und Lichlcrfetde, der Fahneneid abgenommen. Rach den Ansprachen der katholischen und protestantischen Geistlichen hielt der Kaiser eine kurze Rede an die Rekruten, worin er sagte, daß sie nicht ver- gessen dürften, daß es ihre Pflicht ist, das Vaterland zu verlheidigcu und die Ruhe und die Religion des Landes aufrecht zu erhalten. Beim Schluß seiner Bemerkun- gen brachten die Rekruten drei Hochs auf den Kaiser aus und wurden daun in ihre Kasernen geführt. Ein langer Streik zu Ende. Die Weber der „Loraine Mills" gehen am nächsten Montag wieder an die Arbeit. Pawtucket, R. 1., 15. Nov. Die streikenden Weber der „Lorraine Mills", welche seit dem 2. Oktober am Streik sind, haben beschlossen, am nächsten Moiuag wieder an die Arbeit zu gehen. Die Beilegung des Streikes ist der Ver- mittelung des Bürgermeisters Ticpke zu verdanken. Es wird behauptet, daß die Arbeiter durch Verbesserung au den Ma- schinen im Staude sein werden, mehr Geld zu verdienen als vor der Lvhnhcrabsctzung. Schiffsnachrichten. In der Nacht auqekoinmen: New?)ark: „Circassia" von Glasgow. Bremen: „Elbe" von New York. Genua: „Fürst Bismarck" von New York. Liverpool: „Numidian" von Montreal. New York „Teulouic" von Liverpool. London „Mennntic" von Baltimore. New York „Nomadic" von Liverpool. Rotterdam —„Ohio" von Baltimore. Southampton „Paris" von NewYork. Baltimore „Jtalia" von Ham- burg. New York „Chester" von South- ampton. Rluß hängen. Lin Dockarbeiter wegen der Ermordung sei- ner Geliebten zum Tode verurtheilt. London, 15. Nov. Der Prozeß gegen James Read, wegen der Ermordung eines Mädchens, Namens Florence Dennis, welches er verführt hatte, der seit mehreren Tagen in Chelfeaford, Essex, verhandelt worden war, hat mit dem Todcsnrtheil gegen den Angeklagten seinen Abschluß gefunden. Der Fall hatte das weiteste Interesse erregt. Read war Arbei- ter in den Londoner Docks, und verhcirathet. Er ermordete Florence Dennis, als diese anfing, ihm lästig zu werden. Die geschlagene chinesische Armee. GberstHaiineken zum Befehlshaber der chine- sischen Flotte ernannt. TienTfin. 15. Nov. Der gegenwärtige Aufenthalt der chine- sischen Armee, welche bei Kin-Lien-Syeng geschlagen wurde, ift hier nnbekanitt. Der Oberst v. Hanneken hat den Ober- befehl über die chinesische Flotte erhalten. - Schiffsnachrichten. Heute gemeldet: Bremen: Lahn von New York. Liverpool: Obio von Philadelphia. Städtisches. Das TVetter. Optiker Kleine, 76 Washington Str., berichtet für Chicago die folgenden Baro- meter- und Thecmometerstände: Um 8 Uhr Morg. 52 Gr., um 9 Uhr 52 Gr., um 10 Uhr 56 Gr., um 11 Übr 58 Gr., um 12 Übr 60 Gr. Barometerstand um 8 Uhr Morg. 28.95. 12 Uhr 28.85. Der nächste Eomptroller. Der Mayor glaubt bereits seinen Mann ge- sunden zu haben. Mayor Hopkins hat, wie er sagt, bereits den Mann gefunden, der die Stelle des Comptrollers Ackerman auszufullcn im Stande ist, und die Stellung auch über- nehmen will. Den Namen des nächsten städtischen Finanzministers will der Mayor aber nicht vor der Stadlratbs-Sitzung am nächsten Montag bekannt geben. In den Eity-Hall-Kreiscn werden ver- schiedene bekannte Männer als Nachfolger des Herrn Ackerman genannt. Die Einen meinen, William T. Baker, der ehemalige Präsident der Börse und später des Welt- ausstcllungsdirckloriums sei der Auser- wählle. Es ist jedoch bekannt, daß Mayor HopkinS das Amt Herrn Baker bereits gleich nach Antritt feines Amles anbot, daß aber Herr Baker die Stelle ausschlng. Da- her ist es nicht wahrscheinlich, daß er das Amt zetzt unter den gegenwärtigen Verhält- nissen annehmen wird. Nächst Herrn Baker wird der bekannte Brancrcibcsitzer Rudolf Brand am meisten atS m'.ilhmaßlichcr Nachfolger Ackcrman's genannt. Herr Brand erklärte jedoch gestern Abend, daß cs für ihn unklug sein würde, die Stelle anziinehmen oder zurück- zuweisen, bevor sie ihm augcbotcn worden sei. Obcrbaucommissär Joucs ist eine dritte Persönlichkeit, die mit dem Compirollers- Autt in Verbindung gebracht wird. Charles H. Schwab, der bereits unter Mayor Harrisou das Amt des Comptrol- lers versah, und A. F. Secberger, der Schatzmeister der verflossenen Weltausstel- lung, haben erklärt, daß sie das Amt unter keinen Umstünden annehmen würden. Erschoß sich Meil er nichts mehr zu trinken bekam. In dem Saloon von William Uplon, No. 518 W. Harrison Str.. beging heule Naehl der 31jaurige Canadier Joseph V. Mangln, der mit seiner Familie in No. 71 Vernon Park Place wohnt, Selbstmord durch Erschießen. Mganin Halle den gan- zen vergangenen Abend und die Nacht in dem Saloon getrunken. Als Uplon um 2 Uhr schließen wollte und Magilin und einen anderen Gast, den Stenographen Miles Novotny, hinanswies, weigerte sich derErslere, zu gehen, bevor er noch einen „Drink" erhallen batte. Der Wirlh weigerte sich dem bereits ziemlich angelruntenen Magnin noch etwas zu geben. Daraus riß dieser sein Schieß- eisen ans der Tasche und jagte sich eine Kugel in den Kops. 'Novotny und Uplon liefen sofort nach dem nächstenAlarmiästen und riesen Polizei herbei. Als diese an- kam, atlimcte der Selbstmörder noch. Er wurde in dem Ambulanzwagcn geladen und starb ans dem Transport nach dem Cornny- Hosvilat. Frau, die jeden Augen- blick ihrer Entbindung entgegensieht, wurde bis jetzt noch nicht von der schaurigen Thar ihres Mannes benachrichtigt. Erkannte seinen Angreifer. Der nr No. 325 West 26. Straße woh- nende Satoonwirlh Siggermann begab sich am Montag nach 6 Uhr Abends, um Ein- käufe zu besorgen, nach der Stadl. Als er nahe den Malleable Jron Works an der Wost 26. Straße war, wurde er von 2 Strolchen um etwas Geld augcgaugcn. Er weigerte sich, den Bettlern etwas zu geben, worauf sie ihn zu Boden schlugen und um seine Baarschatt von 450 beraubten. Ob- wohl es nicht sehr hell war, will der Be- raubte sich die Gesichter der Banditen doch derartig gemerkt haben, daß er gestern den Dctektives Egan und Wayrc den 31jührigcn Eisengießer Daniel McCarthy idcr in den Malleable Jron Works beschäftigt ist) als einen der Räuber augcbeu konnte. Um der Polizei Gelegenheit zu geben, auch des - zweiten Banditen habhaft zu werden, ver- schob der Rechter Eberhard! den Fall bis - zum 24. November und stellie McCarthy dis dahin unter 4000 Bürgschaft. Er stellt sich. Ex - Senator John F. OATalle? überliefert sich auf der O. Chi- cago Ave.-Station. Stellt Bürgschaft im Gesammtbctrage von r4OOO. Seine Angaben über die Reise. Heute Morgen um 11 Uhr 15 Minuten fuhr eine Kutsche vor der Station der Ost Chicago Ave. vor, und ihr entstiegen der vielgesuchte Ex-Senator John F. O'Mal-ley, Polizeichef Brennan, Ald. Kelly und der Abgeordnete William Lyman. Nach seiner Darstellung verließ O'Mal- ley Chicago, um auf einige Tage aus dem Nachgetümmcl der Wahl herauszutommcn. Er ging nach Ncwark, N. 1., und erholte sich dort von den Anstrengungen des Wahl- kampfe-) acht Tage. Es hätte, meinte er, gar nicht in seiner Absicht gelegen, der Polizei auszuweichen. Als er sich wieder besser fühlte, telegra- phirle er aus eigenem Antrieb an feine Freunde über seine Rückkunst, und Kellu und Lyman trafen ihn heute Morgen auf der Station South Chicago. Man fuhr . nach der Polizeistation in Hude Park, wo- hin Chef Brennan bereits gegangen war und dann wurde die Fahrt nach der O. Chicago Avc.-Stalion gemacht. O'Mallcp Halle in dem Zimmer des Jnspcctors Schaack mit diesem und unter dem Beisein von Richter Kcrstcu und feinen Begleitern eine Bcrathung von wenigen Minuten. Dann begab sich die Gesellschaft in das Slalionszimmer. O'Mallcv machte die oben erwähnten Angaben über feinen Aufenthalt in Newark. Vor Richter Kerstcn lag nur eine An- klage wegen Bedrohung mit dem Tode vor. Der Richter setzte die Bürgschaft auf 41009 fest, welche von Thomas McCormick, No. 92 Ontario Str., und John Mullins, 30 Superior Str., geleistet wurden. Dieselben Leute leisteten die Bürgschaft von 43000 vor Richter Hamburgher, wohin sich die Gesellschaft per Kutsche gegeben hatte. Hier lag die von dem griechischen Schankkellner Nicholas Varvalos erhobene Anklage des Angriffs mit tödtlicher Waffe vor. Heute Morgen erklärte Jnspeclor Schaack, daß O'Malley nicht als verdächtig gelte, von dein Ucberfall auf den Slimmplatz 117 Oak Skr., bei welchem Gustav Collian- dcr erschossen wurde, Kcnntniß gehabt zu haben. Der von O'Malley in's Knie geschossene Cabkutscher, Charles Sheppard, hat keinen Verhastsbcfchl gegen O'Malley erwirkt. Fragt Euren Grocer nach „The Hcißler L Junge Co.'s" „Ouaker Brod", das schmackhafteste „Home Made Brod". das je von einer Bäckerei geliefert wurde. Unter 45000 Bürgschaft. Stehen die Angreifer des Challengers L. M. Dirou. Vor Richter Kersten wurden heute Mor- gen Mauhew Riley, William Mosfal, Barncy Birch und Charles Tuidall vor- geführl unter der Anklage, den Challenger E. M. Diron am Abend LcZ Wahltages in dem Stimmplatz des 17. PrecincleS der 24. Ward No. 113 Illinois Str. ange- griffen und lebensgefährlich verwundet zu haben, und uulcr je HÖOOOBurgschafl gestellt. Anwalt Wing, welcher im Crouin- und Dan Coughlin - Prozeß als Vcrthcidiger lhätig war. vertrat die Angeklagten. Die Bürgschaften wurden von Frau.' Lostns und Nt. Lvnn unterzeichnet. Diron liegt schwer verwundet in einem Zimmer feines DoctorZ Montgomcru, No. 0 Washington Place. Er wurde dorthin gebracht und seine Wunden stellten sich alsso gefährlich heraus, dag eine Transporta- tion des Verletzten nicht vorgeuommen wurde. Barncy Birch sollte zu der Bande gehört haben, welch: Colliander er'chof;, Heule kam darüber nichts zur Sprache. Feuer in einer Ear-IDerkstatt. Cin Gebäude der Wells-Freuch Car Company an Ashland und Blue Island Ave. wurde heule Morgen durch F.uer zer- stört. Der Schaden, Gebäude und Ma- terial zusammengcrechner, beläuft sieh aut 425,000. Michael Coughlin, cur Prioat- wachler, entdeckte das Feuer um 0 Uyr am nördlichen Ende des cinslöckigen G.bändes, welches einen Flachenranm von 50x500 ! Fuß bedeckte. Man vermulher. dai; eine Crvloiion ill dem Nauru, wo Farben und Oele aufbewahrt werden, den Brand ver- anlaßte. Denkt cin Eure Bundeslicenz. Jnland-Slencrcollcclor W. F. Mi;e bat einen förmlichen Krieg gegen die Special- Slcuerzahler eröffne!, deren Geschäft eine Bundeslicenz erfordert. Die Zahl der Säumigen ist in tetzlcr Zeit eine so große gewesen, daß der Eoilcctor seinen Gehülsen strengen Befehl gegeben hat, unerbittlich gegen diese Len'c vorzugehen. Herr Mize erklärre heute Morgen, daß von dieserMa- ßregel sicher Viele belrofsen würden, die nicht ans dieser Absicht, sondern unr ans Ver- i gcßlichkci: cs versäumt hätten, sich rcchtzci- ? lig die Licenz zu holen, doch diese müßten eben mit den wirklich leiden. Fällige TDassersteuern. Für die Bewohner der Nordseite, Lake View. Hydc Park, Towu Lake, Jeffersou und Cicero sind seit dem 1. November die Wasserstcueru fällig. Alle diejenigen, welche auf den Rabatt von 15 Prozent für rechtzeitige Bezahlung der Steuern Au- fpruch machen wollen, müfscn die Steuern bis zum 1. Dezember entrichten. Viehmarkt. Schweine geringer Qualität sind um SGIO Cent niedriger. Schwere brachten 4.45(a4.90, leichte 4.05(<<4.55, durchein- ander 4.15(^4.70. Rindvieh ist um 5(a10 Cent lhcurer, Schafe flau. Zufuhr 61,000 Schweine, 13,000 Stück Rindvieh, 15,000 Schafe.

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